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Was macht ein Passwort-Manager?

Was macht ein Passwort-Manager?

Für eilige Leser:

  • Ein Passwort-Manager generiert, speichert und verwaltet komplexe Passwörter für verschiedene Online-Konten sicher und zugänglich.
  • Er bietet hochentwickelte Verschlüsselung, um die Sicherheit sensibler Informationen zu gewährleisten, selbst wenn Daten in die falschen Hände gelangen.
  • Passwort-Manager erkennen automatisch, wann Zugangsdaten benötigt werden, und bieten Optionen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung für zusätzliche Sicherheit.

Warum sind sichere Passwörter wichtig?

Sichere Passwörter sind von entscheidender Bedeutung, um die persönlichen Daten und Online-Identitäten vor einem Fremdzugriff durch Hacker zu schützen. Ein starkes Kennwort bildet somit die erste Abwehrmauer gegen potenzielle Cyberangriffe und Datenmissbrauch. Durch die Verwendung von komplexen und einzigartigen Passwörtern können Benutzer verhindern, dass ihre vertraulichen Informationen nicht gefährdet werden.

Die Nutzung unsicherer Passwörter – d.h. leicht erratbarer Passwörter – sowie deren Wiederverwendung für verschiedene Konten bzw. Accounts erhöht das Risiko von Identitätsdiebstahl erheblich. Daher ist es wichtig, Best Practices für die Passwortsicherheit zu befolgen und komplexe Passwörter zu verwenden, die aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Solche Passwörter kann sich ein Mensch natürlich kaum merken. Auf einem Blatt Papier sollten sie keinesfalls aufgeschrieben werden. Ein unverschlüsseltes Aufschreiben auf dem PC scheidet auch aus. Hier hilft ein Passwort-Manager Benutzern entscheidend, sichere Kennwörter zu generieren und diese sicher aufzubewahren.

Was macht ein Passwort-Manager?

Ein Passwort-Manager ist eine Anwendung, die dafür konzipiert wurde, komplexe Passwörter zu erzeugen, für Fremde unzugänglich zu speichern und sicher zu verwalten. Mit ihm können Nutzer ihre Zugangsdaten für verschiedene Online-Konten sicher aufbewahren und bequem über den Kennwort-Manager darauf zugreifen. Diese geschützten Datenbehälter für verschiedene Passwörter können entweder in der Cloud oder lokal auf dem Gerät gespeichert werden. Bekannte Passwort-Manager sind beispielsweise Dashlane, LastPass und KeePass.

Neben der Kennwortverwaltung bieten Passwort-Manager auch die Möglichkeit, sichere und einzigartige Passwörter zu generieren. Die Erstellung und Verwaltung von Passwörtern wird sicherer und effizienter, da sich Nutzer die Vielzahl ihrer bestehenden und im Idealfall komplexen Passwörter für Onlineshops, Online-Banking Zugriffe oder Webdienste nicht mehr merken müssen.

Durch die Verwendung hochentwickelter Verschlüsselungsmethoden stellen Passwort-Manager sicher, dass die Daten selbst dann geschützt sind, wenn sie in die falschen Hände geraten sollten. Dies gewährleistet Sicherheit sensibler Informationen und schützt Nutzer vor unberechtigtem Zugriff.

Wie funktioniert ein Passwort-Manager?

Ein Passwort-Manager bietet Benutzern die Möglichkeit, all ihre Passwörter sicher an einem zentralen Ort zu speichern, ohne dass sie sich jedes einzelne merken müssen. Der Benutzer muss lediglich ein zuvor definiertes Masterpasswort eingeben, um auf den verschlüsselten Datentresor zuzugreifen. Dieses Masterpasswort dient als Schlüssel zum Entsperren und Abrufen aller gespeicherten Zugangsdaten. Die Funktionsweise ist folgende:

  • Erstellung einer verschlüsselten Datei („Tresor“). In dieser werden alle bereits vorhandenen sowie zukünftigen Benutzernamen, Passwörter und weitere Anmeldedetails sicher gespeichert.
  • Für jedes neu hinzugefügte Konto (Account) kann bei der erstmaligen Registrierung automatisch ein sicheres und einmaliges Passwort generiert werden.
  • Damit der Benutzer auf gespeicherte Zugangsdaten zugreifen kann, wird nur das Master-Passwort oder ein Passkey benötigt. Mehr zum Thema Passkeys und deren Unterschiede zu Passwörtern finden Sie in unserem Artikel „Passkeys – die besseren Passwörter?“
  • Nach vorheriger Eingabe des Master-Passwort oder Passkey werden bei Aufruf einer anmeldepflichtigen Webseite automatisch die gespeicherten Anmeldedaten in die Anmeldemaske übernommen.
  • Dienste wie ProtonPass in Verbindung mit ProtonMail ermöglichen sogar, einmalige E-Mail Adressen zu erzeugen, sodass der Benutzer auch seine “echte” E-Mail Adresse für die Anmeldung bei Diensten preisgeben muss. Somit sind sowohl Benutzername als auch Passwort einmalig.

Wie erkennt ein Passwort-Manager, ob ein Passwort benötigt wird?

Ein Passwort-Manager erkennt automatisch anhand der Informationen in der Webseite oder Aufrufen in der Desktopanwendung, wenn der Benutzer eine Webseite besucht bzw. Anwendung öffnet, die Zugangsdaten erfordert. Anhand der zuvor gespeicherten Anmeldeinformationen identifiziert der Passwort-Manager, ob ein passendes Kennwort im Passwort-Tresor vorhanden ist, das für die Anmeldung verwendet werden kann.

Persönliche Einstellungen ermöglichen es zu definieren, welche Websites Passwörter speichern sollen und welche nicht. Auf diese Weise behalten Benutzer die Kontrolle darüber, welche Zugangsdaten in ihrem Passwort-Manager gesichert werden.

Zudem unterstützen viele Passwort-Manager die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), um den Schutz der Konten weiter zu stärken. Diese zusätzliche Sicherheitsebene erfordert neben dem Kennwort eine weitere Form der Authentifizierung, wie beispielsweise einen SMS-Code, einen Fingerabdruckscan oder eine Anwendung auf einem mobilen Endgerät wie den Microsoft Authenticator.

    Arten von Passwort-Managern

    Das Angebot an Passwortmanagern unterscheidet sich im Wesentlichen darin, ob die Passwortdaten in einem Cloud-Speicher oder in einem lokalen Speicher gesichert werden.

    Passwort-Manager mit Cloud-Speicher speichern die Passwortdaten auf einem entfernten Server, welcher in der Regel von dem Anbieter des Tools betrieben wird. Dies ermöglicht einen bequemen Zugang von verschiedenen Geräten aus und erleichtert die automatische Synchronisation von Passwortänderungen. Allerdings bestehen Sicherheitsbedenken hinsichtlich potenzieller Hacking-Angriffe oder Datenlecks in der Cloud.

    Im Gegensatz dazu speichern Passwort-Manager mit lokalem Speicher die Daten ausschließlich auf dem Gerät des Benutzers. Dies bietet ein höheres Maß an Sicherheit und Datenschutz, da die Passwörter nicht über das Internet zugänglich sind. Bei einem lokalen Speicher entfällt zudem die Abhängigkeit von einer Internetverbindung. Allerdings kann die Aktualität der Daten auf dem lokalen Speicher eingeschränkt sein, da keine automatische Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten erfolgt.

      Vorteile der Nutzung eines Passwort-Managers

      Der Einsatz eines Passwort-Managers bietet viele Vorteile. Die zentrale Verwaltung von Passwörtern erhöht die Sicherheit, da die Benutzer starke und einzigartige Passwörter verwenden können, ohne sich diese merken zu müssen. Die automatische Eingabe von Kennwörtern spart Zeit und minimiert menschliche Fehler beim Einloggen in Accounts verschiedener Websites.

      Da bei den meisten Passwort-Managern die Daten in der Cloud gespeichert sind, können Benutzer auch mobil von überall auf ihre Zugangsdaten zugreifen. Zudem sind die meisten Passwort-Manager plattformübergreifend und können auf verschiedenen Geräten wie Desktop, Tablet und Smartphone verwendet werden.

      Ein weiterer Vorteil der Verwendung eines Passwort-Managers ist die Möglichkeit, sichere Passwörter zu generieren, die den aktuellen Best Practices für die Passwortsicherheit entsprechen. Diese Funktion schützt gleichzeitig vor Keyloggern oder anderen Arten von Malware, die Benutzereingaben abfangen könnten (Phishing). Die durch das Tool generierten Passwörter berücksichtigen die Anforderungen an sichere Passwörter wie Länge, Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

      Des Weiteren verfügen die meisten Tools über die Funktion, schwache oder bereits verwendete Passwörter zu erkennen und den Benutzer auf diese potenziellen Schwachstellen aufmerksam zu machen.

        Nachteile des Passwort-Managers

        Obwohl ein Passwort-Manager viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Nachteile zu berücksichtigen. Es besteht zum Beispiel das Risiko, dass das Masterpasswort des Benutzers kompromittiert wird, was potenziell den Zugriff auf alle gespeicherten Passwörter ermöglicht.

        Ein weiterer Aspekt ist, dass Passwort-Manager möglicherweise nicht auf allen Geräten offline funktionieren. Dies kann problematisch sein, wenn der Benutzer keinen Internetzugang hat, aber dennoch auf seine gespeicherten Zugangsdaten zugreifen möchte.

        Manche Benutzer mögen auch Sicherheitsbedenken haben, wenn ihre Passwörter in einer Datenbank gespeichert sind, selbst wenn sie verschlüsselt sind. Die Abhängigkeit von einem Passwort-Manager birgt daher potenzielle Risiken, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Überlegenswert ist, einen Ausdruck oder eine digitale Kopie (ausschließlich) in einem Safe aufzubewahren.

        Sind Browser-basierte Passwortmanager ausreichend?

        Die bekannten Browser wie Google Chrome, Firefox oder Microsoft Edge verfügen bereits über einen integrierten Passwort-Manager. Diese ermöglichen dem Benutzer, seine Anmeldedaten für die von ihm besuchten Websites zu speichern und beim nächsten Website-Besuch automatisch einzugeben.

        Leider bieten diese browser-basierten Passwortmanager nicht das gleiche Sicherheitsniveau wie dedizierte Passwortmanager. Sie speichern Passwörter unverschlüsselt und sind anfälliger für Hackerangriffe. Es empfiehlt sich daher, sicherheitskritische Passwörter mit dedizierten Passwortmanagern zu verwalten und den Browser-Passwortmanager lediglich für weniger sensible Anmeldungen zu verwenden.

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        Fazit / Ausblick

        Ein Passwort-Manager ist ein unverzichtbares Werkzeug zum Schutz persönlicher Daten vor Cyberangriffen. Er erzeugt, speichert und verwaltet komplexe Passwörter sicher und ermöglicht bequemen Zugriff auf verschiedene Online-Konten. Durch hochentwickelte Verschlüsselungsmethoden bietet er Schutz selbst im Falle eines Datenlecks. Trotz einiger potenzieller Risiken überwiegen die Vorteile, insbesondere im Vergleich zu browserbasierten Lösungen.

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