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Für eilige Leser

  • Bestellportale in Unternehmen basieren meist auf ERP-Systemen wie SAP, Oracle, MS Dynamics und bilden zusätzlich den Bestellablauf inkl. Freigabeprozess ab.
  • Externe Webshops hängen sich in diese Bestellportale ein und erscheinen dem Benutzer als einheitliches Portal. Kostenstellen, Benutzerberechtigungen sowie Artikelnummern werden aus dem Bestellsystem nahtlos an den Webshop übergeben.
  • Nach Auswahl der Ware im externen Webshop werden alle Bestelldaten an das Bestellportal zurückübertragen, sodass der Freigabeprozess umgehend erfolgen kann.
  • Letztlich wird die Bestellung mit den Warenkorbdetails aus dem externen Webshop und den Daten aus dem Bestellsystem an den Lieferanten geschickt. Dieses System lässt sich auf beliebig viele Lieferanten ausrollen.

Tipp zum Ausprobieren

Wer gerne wissen möchte, aus welchen Unternehmen die Besucher seines Webshops oder seiner Webseite kommen, sollte sich eine Software wie Leadfeeder (heute Dealfront Web Visitor) näher ansehen. Diese ist für Retargeting Kampagnen mittels z.B. Google Adwords oder Outbound Marketing gut geeignet. So erscheint das eigenen Angebot wie von „Zauberhand“ auf Seiten, die der Interessent im Internet ansteuert – und wird so dezent an sein voriges Interesse – und ggf. seine Kaufabsicht – erinnert.

Bestellportale im Unternehmen

Viele Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern ein eigenes Bestellportal für unterschiedlichste Leistunge an: Firmen-Smartphones, Büromöbel, IT-Equipment, Firmenautos, Blumen und vieles mehr. Meist handelt es sich bei diesen eProcurement Systemen um eine Erweiterung des ERP-Systems (SAP, Oracle, MS Dynamics u.a.), in der Bestellprozesse inklusive Freigabe durch Vorgesetzte und anschließende Verbuchung in der Finanzbuchhaltung realisiert werden. Diese Bestellportale leben von dem darin realisierten Angebot.

Wie kann ein neuer Lieferant schnell angebunden werden, der keinen auf das Kundenunternehmen ausgerichteten Webshop hat, sich jedoch binnen weniger Tage oder Wochen in das Bestellportal integrieren möchte? Eine Frage für eine punktgenaue Integration – unser Spezialgebiet.

Der Bestellablauf soll meist folgender sein:

  1. Ein Mitarbeiter loggt sich in das Bestellportal des Unternehmens ein. Darin sind seine Stammdaten inkl. Kostenstelle, Lieferanschrift, Vorgesetzter und seine Berechtigungen bzw. Freigabeprozesse hinterlegt.
  2. Im Bestellportal wählt der Mitarbeiter einen Lieferanten des gewünschten Artikels aus, z.B. einen Schreibwarenlieferant. Mit dem Anklicken des Icons wird er auf einen Webshop des Lieferanten im Corporate Identity Design umgeleitet.
  3. Dort stellt er seinen Warenkorb zusammen und schließt die Bestellung im Webshop ab.
  4. Statt an die Kasse zum Bezahlen zu gehen, wird der Mitarbeiter wieder in das Bestellportal seines Unternehmens umgeleitet und sieht dort seinen Warenkorb.
  5. Jetzt kann der Freigabeprozess beginnen. Hat der Vorgesetzte die Genehmigung erteilt, löst das Bestellsystem eine Bestellung beim Lieferanten aus.
  6. Der Lieferant erhält die Bestellung über Schnittstelle oder als PDF – oder beides – und kann diese jetzt ausführen. In der Regel wird die Bestellung automatisch in das ERP des Lieferanten importiert.

Die Magie im Hintergrund

Wie funktioniert das so reibungslos? Sieht man näher hin, sind hier mehrere Systeme im Einsatz: Ein ERP-System wie SAP, Oracle oder MS Dynamics, in dem sämtliche Stammdaten, Berechtigungen usw. hinterlegt sind; eine eProcurement Plattform wie WPS4 als Add-on zum ERP-System, über die der Bestellprozess abgewickelt wird; ein Katalog-Dienst wie meplato, über den die Daten zwischen eProcurement Plattform und externen Webshop in einem standardisierten eCommerce Format ausgetauscht werden; einer flexiblen Low Code Plattform wie Oracle APEX mit Oracle Autonomous Database als externen Webshop; optional einer Integrationsplattform wie Workato für den Datenaustausch zwischen meplato und Oracle bei der Warenkorberstellung sowie WPS4 und dem Lieferanten-ERP bei der abschließenden Bestellungsübermittlung.

Klingt komplex? Ja und nein. Ende-zu-Ende Geschäftsprozesse bedienen sich in der Regel spezialisierter Einzelsysteme. „One System does it all“ ist selten der Fall. Zu komplex sind die Anforderungen, zu spezialisiert die jeweilige Funktion. Die meisten Systeme werden einmal installiert und dann nur noch konfiguriert, wenn etwas Neues angebunden werden soll. In unserem Beispiel ist der externe Webshop „neu“, während WPS4 und meplato nur geringfügig konfiguriert werden müssen, um mit dem Webshop bzw. dem ERP-System des Lieferanten zu interagieren.

Warum Low Code?

Schnell wird deutlich, dass der Webshop ein essenzielles „notwendiges Übel“ ist, jedoch keinen Selbstzweck hat. Auf welcher technischen Basis soll dieser folglich erstellt werden? Am schnellsten geht das mit einer Low Code Plattform, die eine graphische Softwareentwicklung ermöglicht und bereits den Workflow eines Webshops als fertiges Modul mitbringt. Hier fallen drei Hersteller auf:

  • OutSystems

  • Mendix

  • Oracle APEX

Während OutSystems mit schönen Oberflächen und einer weitgehend graphischen Anwendungsentwicklung auch in der Geschäftslogik und Datenbank punktet, verliert es preislich an Attraktivität. 18.000,- EUR sind jährlich fällig, um eine Anwendung zu entwickeln – deutlich zu viel.

Mendix, heute ein Tochterunternehmen von Siemens, verliert durch seinen trägen Vertrieb an Attraktivität. Offenbar liegt der Fokus auf Großkunden und Enterprise Anwendungen – wasimmer das auch sein soll.

Oracle APEX fällt positiv auf – gerade preislich und vertrieblich. Zwar müssen einige PL/SQL Skripts geschrieben werden, jedoch bietet Oracle alles, was ein kleiner – und großer -, professioneller Webshop für den oben geschilderten Anwendungsfall mitbringen muss. Zudem betragen die Kosten nur einen Bruchteil dessen, was OutSystems oder Mendix fordern. Pay-as-you-Go, nennt Oracle das. Je mehr der Webshop unter „Last“ gerät, desto teurer wird es. Fair! Zudem läuft die Anwendung generell wartungsfrei in der Cloud, sodass keine Installation nötig ist. Deal!

Warum Low Code? Hat man nur zwei bis drei Wochen Zeit, um eine Anwendung zu entwickeln mit allen typischen Aspekten wie Benutzeroberflächen, Workflow, Geschäftslogik, Benutzerverwaltung, Logging und Monitoring, Schnittstellenintegration usw., dann ist das kaum mit einer klassischen Pro-Code Entwicklung möglich. Low Code Plattformen bieten viele dieser Funktionalität out-of-the-box oder lassen diese sehr schnell auf Basis von fertigen Komponenten erzeugen. Zwar mag man nicht alle Freiheiten von Pro-Code haben, jedoch fallen diese in der Regel kaum ins Gewicht. Man entwickelt damit schließlich keine Software für autonom fahrende Autos oder SpaceX Raketen.

Low Code eignet sich bestens für schnelle Anwendungsentwicklung

Über Business Automatica GmbH:

Business Automatica senkt Prozesskosten durch Automatisierung manueller Tätigkeiten, hebt die Qualität beim Datenaustausch in komplexen Systemarchitekturen und verbindet On-premise Systeme mit modernen Cloud- und SaaS-Architekturen. Angewandte künstliche Intelligenz im Unternehmen ist dabei ein integraler Bestandteil. Zudem bietet Business Automatica auf Cybersicherheit ausgerichtete Automatisierungslösungen aus der Cloud.